Schnell und möglichst überall verfügbar sollte Internet sein. Doch schon allein aus Kostengründen gibt es auch im Internetzeitalter noch Regionen, die bisher vergeblich auf den Anschluss ans Breitbandnetz warteten. Abhilfe kam mit UMTS, das erstmals DSL-äquivalente Übertragungsgeschwindigkeit per Funk zuließ und damit eine kostengünstige Alternative zur Erschließung der weißen Flecken via Kabel darstellte. Beinahe ein Jahrzehnt hat es gebraucht, bis sich die Technologie vollends etabliert hatte und nun steht der UMTS Nachfolger LTE in den Startlöchern.
LTE steht für Long Term Evolution und soll den mobilen Internetzugang revolutionieren. Erlaubte das bisher übliche UMTS/HSDPA Downloadraten von maximal 14,4 Mbit pro Sekunde, soll LTE die 100 Mbit-Grenze knacken. Entwickelt wurde der neue Standard vom 3rd Generation Partnership Project ( 3GPP ), einem Zusammenschluss von Normierungsgremien, deren Ziel die Entwicklung weltweit einheitlicher Mobilfunkstandards ist. Das 3GPP zeichnete sich schon für die Entwicklung des UMTS- Standards verantwortlich.
In Deutschland wurden die Lizenzen für die für den LTE-Betrieb vorgesehenen Frequenzen Anfang dieses Jahres versteigert. Während erste Testnetze von Vodafone, T-Mobile und O² bereits in Betrieb sind, ist noch nicht klar, wann die Long Term Evolution die breite Mehrheit erreicht. Als sicher gilt aber, dass schon 2011 erste Nutzer ihren Internetzugang über den UMTS Nachfolger erhalten werden. Nach Willen der Bundesnetzagentur soll der Ausbau zuerst die noch immer mit Internet unterversorgten Regionen abdecken und so jedem Bundesbürger einen Breitbandanschluss ermöglichen.
Während in Deutschland noch keine verlässlichen Angaben zu Verfügbarkeit und Preisen gemacht werden können, sind die österreichischen Nachbarn dem einen Schritt voraus. Dort bietet die A1 Telekom Austria LTE-Modems und Verträge seit Anfang November 2010 an.